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RIP – Spielehandbücher
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RIP – Spielehandbücher

by ollibaba1. Juli 2014
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Spielehandbücher

ACHTUNG: Nostalgie-Alarm!

Was ist eigentlich aus den bunten Gebrauchsanleitungen und Spielebooklets geworden, die einem früher das Spiel und seine Hintergrundgeschichte erklärt haben?

Mit den hübschen handgezeichneten Darstellungen von Spielfiguren, Gegnern und Weltkarten? Braucht man so was heute überhaupt nicht mehr? Objektiv gesehen wohl eher nicht. Klar, wir leben in Zeiten, in denen jegliche Information und alles darüber hinaus im Internet verfügbar ist und praktisch jeder mit einem smarten Hosentaschengadget darauf zugreifen kann. Wenn man etwas über ein Spiel erfahren möchte schaut man es in diversen Foren online nach. Außerdem spielen sich die meisten Genrevertreter in der Regel auch eh alle ähnlich – LT zielen, RT schießen… und alles andere wird uns im Spiel selbst in der ersten Mission beigebracht, die oftmals als kleines Einsteiger-Tutorial fungiert. “Schauen Sie nach oben. Gut. Nun nach unten. Sehr gut!“

Es wird anscheinend davon ausgegangen, dass wir als Zocker angesteckt vom Hype eines Spiels eh im Internet alle Videos und Info-fetzen aufgesogen haben und beim Einlegen der Spieledisc mit dem Gröbsten vertraut sind. Stimmt ja auch oft. Außerdem erzählen Spiele ja heutzutage auch durch Zwischensequenzen und Cutscenes auf einem ganz anderen Niveau als damals ein pixeliges NES-Spiel.

Trotzdem finde ich es als altes Gaming-Kaninchen irgendwie schade, dass die beigepackten Anleitungen zu den meisten Spielen aufgrund ihres faden Erscheinens mittlerweile kaum noch einen Blick wert sind. Ich persönlich habe Ewigkeiten in keine mehr reingeschaut. Warum auch? Rudimentäre Tastenbelegungen, ein paar Erklärungen zu Multiplayer-Modi und endloses Rechtsgelaber. Am besten noch sechs leere Seiten für eigene “Notizen“, damit das Heftchen eine gewisse Dicke erreicht. Wer schreibt denn überhaupt was in so einen Beipackzettel? Cheatcodes, Levelpasswörter etc. gibt es doch heute praktisch gar nicht mehr.

Bitte nicht falsch verstehen, ich will hier nicht die sich verändernden Gewohnheiten der Öffentlichkeit anprangern oder den unverbesserlichen Oldschool-Papst raushängen lassen, ich finde es einfach ein bissel schade, dass man kaum noch schön bunt bebilderte Booklets in Spielehüllen vorfindet, bei denen es Bock macht sie durchzublättern und sich hübsche Artworks anzusehen. Nicht jeder Zocker will sich für fuffzig Euronen ein Artwork-Buch ins Regal stellen. Aber wahrscheinlich bin ich auch bei diesem Thema einer der wenigen, der das bedauert. Naja, wer im Internetz mal schöne alte Gebrauchsanleitungen betrachtet, wird schnell mal ein wenig wehmütig.

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Denkt auf jeden Fall mal daran, wenn ihr das nächste Mal etwas über ein aktuelles Spiel herausfinden wollt OHNE im Internet nachschauen zu müssen.

Gebt Gas!
RETROllibaba 😉

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ollibaba
ollibaba
Nerd der ersten Gaming-Stunde, angefangen bei Gameboy und NES habe ich so gut wie jede Konsole einmal besessen. Und BEsessen bin ich folglich auch von Videospielen, alt UND neu! Ich mag: Jump'n'Runs, Shooter und Spaziergänge am Strand - Ich mag nicht: Quicktime-Events, blöd verteilte Rücksetzpunkte und Krieg (Call of Duty ausgenommen). Also, Abrocken und loszocken! ;)

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